Schützenverein Lohne e. V. von 1608






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24. Kompanie „Weinberg“



Errichtet 1961






Die Geschichte der 24. Kompanie






An dieser Stelle möchten wir Weinbergschützen die letzten 50 Jahre unserer Kompanie Revue passieren lassen. Seit ihrer Errichtung im Jahr 1961 ist die 24. Kompanie „Weinberg“ ein fester Bestandteil des Lohner Schützenlebens.

Die Kompanie, die 1961 von Bernard Bahlmann, Peter Asbree und Albert Ostendorf gegründet wurde, feiert im Jahr 2010 ihr 50-jähriges Bestehen. Der Name „Weinberg“ hat in Lohne allerdings eine längere Geschichte. Vor über 180 Jahren, am 2. März 1826, kam in Lohne Friedrich Römann zur Welt. Römann hatte sich nach seiner Zeit als Reisender 1853 an der Lohner Marktstraße selbstständig gemacht mit einer Großhandlung für Weine, Spirituosen und Tabakwaren. Schon 1854 zog die Firma um in einen Neubau an der Lindenstraße. Da die Lindenstraße hier eine Erhebung aufweist, entstand so der Name „Weinberg“, den unsere Kompanie trägt.

Als erstes Kompanielokal diente das Café Klöker an der Lindenstraße. Im Jahre 1970 zog man dann in die ebenfalls an dieser Straße gelegene Gaststätte "Wicheler Timpen" um.



Natürlich haben wir Weinbergschützen auch ein eigenes Kompanielied.

1)

Wir sind die Weinbergschützen und haben frohen Mut,

die Trauben auf der Flinte, gerade sitzt der Hut.

Wir sind`ne feine Garde und kennen keinen Streit,

bei uns gilt die Parole: Schuss Heil! Wir sind bereit.



2)

Die Weinbergschützenfrauen dann an der Straße steh`n,

mit ihren schönen Augen den Schützen zuzusehn.

In Reih und Glied marschieren sie hin zum Schützenplatz,

bei uns gilt die Parole: Schuss Heil! Komm nach mein Schatz.



3)

Wenn wir am späten Abend zum Wicheler Timpen geh`n,

dann hat für uns der Herbert ein kühles Bierchen steh`n.

Am Tage er marschiert ist, am Abend schleppt er Bier,

bei uns gilt die Parole: Schuss Heil! Jetzt bleib`n wir hier.



Obwohl die 24. Kompanie nun 50 Jahre alt ist, wurde sie erst von fünf Hauptleuten geführt. Der erste Hauptmann war Franz Rethmann, von dem Hermann Asbree das Amt übernahm. Ihm folgte für zehn Jahre Bernard Bahlmann. Sein Nachfolger wurde Heinz Bahlmann-Nuxoll, der im Jahr 2000 sein 25-jähriges Jubiläum als Hauptmann feierte. Seit dem 10. Februar 2001 wird das Amt des Kompaniechefs von Antonius Rolfes bekleidet.

Drei Schützenbrüder erhielten den höchsten Orden für "Kameradschaft und Treue" des Lohner Schützenregiments.

Bernard Bahlmann (1986), Franz Hane (1988), Heinz Bahlmann-Nuxoll (2007).

Ein Orden für 50 Jahre Mitgliedschaft im Lohner Schützenregiment wurde im Jahr 2000 an Peter Asbree, für 40 Jahre Mitgliedschaft einer an Bernard Bahlmann verliehen. Im Jahr 2001 konnte der Orden für 50 Jahre an Franz Hane verliehen werden. Mittlerweile wurden folgende Schützenbrüder für 40 jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet:

August Sieve (1963), Hermann Asbree (1963), Heinrich Brockhaus (1972), Peter Asbree (1990), Franz Hane (1991), Bernard Bahlmann (2000), Werner Kenkel (2001), Otto Sieve (2001, Stadtkapelle), Heinz Bahlmann-Nuxoll (2004), Rudi Adammek (2005), Jürgen Davids (2008), Clemens Rolfes (2009)



Auch ging aus der 24. Kompanie „Weinberg“ ein Vorstandsmitglied hervor. Hierbei handelt es sich um unseren Schützenbruder Peter Asbree, der für 25.Jahre, von 1967 bis 1992, zweiter stellvertretender Präsident war.

In den Jahren 1988 bis 1990 war unser ehemaliger Schützenbruder Hans Ostendorf Adjutant des Bataillonskommandeurs Klaus-Otto Schmidt.



Zwei Ereignisse standen im Jahr 2000 außerdem noch an. Unser Hauptmann Heinz Bahlmann-Nuxoll feiert in jenem Jahr sein 25-jähriges Dienstjubiläum. Ebenso wie er, konnte sich Werner Kenkel über ein Jubiläum freuen. Er war seit 25 Jahren Kompaniefeldwebel, auch „Spieß“ oder „Mutter der Kompanie“ genannt.



Auch ging aus der 24. Kompanie „Weinberg“ ein Vorstandsmitglied hervor. Hierbei handelt es sich um unseren Schützenbruder Peter Asbree. Er war für mehrere Jahre stellvertretender Präsident.

In den Jahren 1988 bis 1990 war unser ehemaliger Schützenbruder Hans Ostendorf Adjutant des Bataillonskommandeurs.



Seit nunmehr fast 50 Jahren kann die 24. Kompanie „Weinberg“ auf einige große Ereignisse zurückblicken.

1966/67 wurde unser Schützenbruder Bernard Bahlmann Schützenkönig, ihm zur Seite erwählte als seine Schützenkönigin seine Frau Aenne. Weitere Mitglieder seines Thrones waren: Franz und Maria Hane, Franz und Paula Rethmann, Hermann und Mimi Asbree sowie Heinz und Marianne Wichelmann.

Als im Jahre 1982 / 83 Hubert Sieve die Königswürde errang, wurde ihm die Unterstützung der 24. Kompanie zuteil, obwohl er als Dirigent der Stadtkapelle nicht Mitglied der 24. Kompanie war. Hier leistete die 24. Kompanie tatkräftige Nachbarschaftshilfe, indem die Schützen die Stadtkapelle in dieser Zeit spontan bei ihren Verpflichtungen unterstützten. Es war vor allem unserem damaligen Vorstand Heinz und Werner zu Verdanken, dass die Königskutsche und der Hof des Königs mit zahlreichen Blumen geschmückt wurden.



Im Schützenjahr 1988 / 89 wurde Christian Asbree Kinderkönig des Lohner Schützenregiments.



Am 30. September 2000 führte unsere Kompanie, aus Anlass ihres 40jährigen Bestehens, eine Tagesfahrt in den Harz durch. Dazu wurde am frühen Samstagmorgen aufgebrochen. Nach einer ersten Stärkung in Eschershausen wurden Sieber, Wernigerode, Bad Harzburg und Goslar angesteuert. Hier wurde die historische Altstadt mit dem eindrucksvollen Marktplatz und dem gotischen Rathaus besichtigt. Am späten Abend ging es nach einem ereignisreichen Tag wieder zurück nach Lohne.

Am 28.08.2004 starteten wir gegen 7.00 Uhr zu unserer Fahrt zum „Kaiser Wilhelm“. Zunächst ging es über Diepholz, Lavesloh und Minden nach Porta Westfalica – Barkhausen zum „Kaiser-Wilhelm-Denkmal“. Dieses wurde nach einem kräftigen Frühstück besichtigt. Im Anschluss daran ging es zu Fuß üben den Kamm des Wittekindberges zum Moltketurm. Dieser gut 14 Meter hohe trigonometrische Punkt wurde von einigen Schützenschwestern und Schützenbrüdern erklommen. Leider war es zu der Zeit etwas Nebelig, so dass sie die sonst so herrliche Aussicht nicht so richtig genießen konnten. Im Anschluss ging es weiter zum Besucherbergwerk nach Kleinenbremen. Hier konnten wir sehen, wie sich der Bergbau im Laufe der Zeit entwickelt hat. Mit einer kleinen Bergbahn ging es 800 Meter weit unter die Erde zu den mächtigen Grubenräumen. In der stillgelegten Erzgrube wurde noch bis in die 60er Jahre hart gearbeitet. Bergleute trieben mit Bohrhammer und Säule Sprenglöcher ins Gebirge, um das Gestein aus dem Berg zu lösen. Zur Mittagszeit ging es nach Nammen, wo im Dorfkrug zu Mittag gegessen wurde. Zum Schluss der Fahrt wurde noch eine Kanal-Kreuzfahrt unternommen. Hierbei wurde eines der bedeutendsten Wasserstraßenkreuze der Welt praktisch „auf der Durchreise“ besichtigt. Wir fuhren in circa einer Stunde über die eindrucksvollen Kanalbrücken des Wasserstraßenkreuzes auf dem Mittellandkanal über die Weser, in die Mindener Hafenanlagen. Natürlich fehlte auch eine Schleusung nicht, bei der ein Höhenunterschied von 13 Meter überwunden wurde. Am späten Nachmittag ging es dann mit dem Bus zurück nach Lohne.



Am 10. Mai 2008 haben wir unseren traditionellen Maigang durchgeführt. Da in diesem Jahr der Pfingstsamstag auf den zweiten Samstag im Mai, dem Tag des Kompaniemaigangs fiel, wurde für dieses Jahr etwas ganz besonderes überlegt. Die Jungschützen wollten den älteren Schützenbrüdern einen Pfingstbaum bringen. Gesagt – getan. Am Nachmittag des 10. Mai wurden die Pfingstbäume im Brägeler Moor geschlagen. Hierzu traf man sich beim Schützenbruder Martin, wo auch schon ein Trecker mit Anhänger, beladen mit Strohballen und kühlen Getränken bereit stand. Natürlich war auch die Kettensäge gut geölt und ein Beil gut geschärft. Nach und nach wurden unser Schützenbrüder angesteuert und die Pfingstbäume gesetzt. Da sie alle gut begossen wurden, ist auch der ein oder andere angewachsen. Für unseren Schützenbruder Franz war es das erste Mal, dass er einen Pfingstbaum bekam. Und das mit 94 Jahren.



Die bisherigen Vorstände der 24. Kompanie


© 03.07.2010

Schuss Heil !!!